Archiv der Kategorie: Stephanie-Jane

Eine Träne

Eine Träne ist zu verkraften,
eine Zweite und die Zweifel kommen,
eine Dritte und das Vertrauen verfliegt,
doch eine Vierte und ich bin benommen.

Denn es war nicht mein Verstand, der da geschrien,
sondern mein Herz, das da zersprang.
Und zwischen Hass und Liebe
Aus dem Herzen Blut vordrang.

Eine solche Wunde zu schließen, ist nicht leicht,
doch schnell muss es geschehen.
Ein blutend´ Herz stirbt schnell
Und dann hast mich zum letzten Mal gesehen.

Dein Leben

Geht´s im Leben auf oder ab,
geht´s im Schritt oder im Trab?
Ist dein Leben traurig oder heiter?
Steigst du eine Sprosse höher auf der Leiter?
Wirst du deine große Liebe finden
Oder dich einst im Grabe winden?
Werden sich deine Träume erfüllen,
bist du immer starken Willen´?
Wird dein Leben wunderbar
Oder wird es still und sonderbar?
Wirst du stets dein Lachen wahren
Oder untergehen in stummen Scharren?
 
Ja, dein Leben, dass wird lebenswert,
wenn es dir das Glück beschert:
Zu lieben
Und zu geben.
Nicht den Kummer in die Eck´ zu schieben,
sondern frei und unbeschwert zu leben.
Wenn du dieses Glück erhältst,

denn schwör ich dir, dass du nicht an Trauer und Hass zerschellst.

Gevatter Tod

Irgendwann holt er uns alle,
ob wir wollen oder nicht.
Irgendwann gehen wir ihm alle in die Falle
Und dann, bläst er auch uns, aus das Licht.
Doch ist er wirklich so bös,
wie alle meinen?
Ist er denn immer ein Grung
zum Weinen?
Manchmal nimmt er uns die Qualen,
ist es noch so?
Und bist du darüber.
Nicht manchmal froh?

Herbst

Immer kürzer werden die Tage,
es wird auch kühler, keine Frage.
Meine Rosen im Garten sind verblüht,
unser liebes Klärchen nur noch schwache glüht.
 
Vor meinem Fenster wird auch kahl der Baum.
Am Boden liegen die Blätter, am Aste nur kaum.
Am Boden schimmerts gelb, gelb rot, braun,
stundenlang könnt ich auf die fallenden Blätter schaun.
 
„Hört ihr den Wind?“,
fragt da ein Kind.
„Wie er uns sein Liedchen singt
und wie ihm der Tanz der Blätter gelingt?“
 
Die letzten Sonnenstrahlen streichen sanft übers Land.
In der Herbstbriese tanzt der Sand.
Hallo, du schöne Jahreszeit!
Komm her, ich bin für dich bereit.
 

Hochzeitstag

Euer Hochzeitstag ist heute nun,
um ihn zu feiern gab es für uns viel zu tun.
Glücklich verheiratet seid ihr nun seit 13 Jahren,
darüber seid ihr euch hoffentlich im Klaren.
Noch 12 Jahre bis zu eurer Silberhochzeit,
also spart dafür schon allzeit.
Inzwischen habt ihr euch gebaut, ein hübsches kleines Haus,
in dieser ist euch jedoch schon begegnet so manche Laus (auch Maus).
All das habt ihr nun schon erlebt
Und viel erreicht, was ihr erstrebt.
Drum lebt weiterhin glücklich in eurer Ehe

Und schummelt nicht, weil ich das sehe!

Ich träume

Ich träume von einer Liebe,
die nie endet,
von einer Politik,
die keine Steuern verschwendet.
 
Ich träume von einem kleinen Haus,
in dem ich lebe,
mit vielen Tieren, groß und klein,
bei denen ich auf Wolken schwebe.
 
Ich träume von einem Fleckchen Land,
wo die Natur noch unberührt ist
und wo man das Träumen
nicht vergisst.
 
Ich träume von Freunden, die zu mir halten,
auch in der Not.
Von einer Freundschaft,
bis in den Tod.
 
Ich träume von Tieren
Und Zärtlichkeit.
Von einem Traum,
in die Wirklichkeit.

Gedanken über Gefühle (Stephanie-Jane)

Immer öfter scheint es mir, als könnten die Menschen ihren Gefühlen keinen Ausdruck mehr verleihen, als sei das besitzen von Gefühlen, wie der Biss einer Klapperschlange, die ungeduldig auf ihr Mahl wartet. Doch sind  nicht die Gefühle das, was unser Leben lebenswert macht. Wenn es so schwer ist sie zu zeigen, wie sollen wir dann jemals glücklich auf Erden wandeln? Wie sollen wir je erfahren, was Glück ist? Und was es ist, das uns an jedem neuen Tag tief in unserer Seele fehlt?
 
Vor einiger Zeit sah ich ein Kind, kaum aus seinem fünften Jahr heraus, dass auf die Frage wie es sich Elfen vorstelle mir antwortete: „ Elfen? Elfen gibt es nicht!“ Und ein vielleicht zwölfjähriger stand da, telefonierte mit seinem teuren Handy und hatte den Ton eines langjährigen Geschäftsmannes am Leibe und sprach pausenlos nur übers Geld. Bitte, lieber Gott im Himmel, wenn es dich wirklich gibt, dann bitte sage mir, wo ist die Liebe zu den Märchen hin, die es überall zu finden gab, als ich noch klein und unbeschwert, warum kennen so viele Kinder heute kaum noch welche und warum höre ich so ernste, trockene, gemeine und unschöne Worte aus den Mündern von Kindern, die kaum die Schulbank haben gesehen. Was ist nur passiert, dass es kaum Menschen gibt, die noch an Märchen       glauben, dass es so wenig Menschen gibt, die – wenn noch in Besitz  wahrhaftiger, guter Phantasie – ihren Phantasien keinen Ausdruck mehr verleihen, geschweige denn an sie glauben oder sie für ihr eigenes Seelenheil verwenden?
 
Ich selbst lebe meine Phantasien gerne aus, soweit es geht. Man könnte fast sagen, dass ich in einer Phantasiewelt lebe und nur allzu ungern aus meinen Träumen gerissen werde, doch leider

werde ich immer wieder und immer öfter und auch für immer länger aus meiner Phantasiewelt gerissen und so wird es weitergehen und es wird immer öfter geschehen. Aber ich hoffe, mit jeder Faser meines Herzens, dass mir immer meine Phantasie bleibt und ich mich jederzeit, in ruhigen Nächten oder in wenigen sinnlichen Augenblicken, mich in meine Welt zurückziehen kann, die ich schon als Kleinkind so sehr liebte und die mir schon tausendmal mein einz´ger Trost war in dieser erkaltenden und lieblos werdenden Welt.
 
Stephanie-Jane Kruppa 25.08.01
 

Was willst du

Kuck mal in den Spiegel was du alles hast,
andre Kinder sehen rot,
hast doch nichts verpasst.
Andre Kinder arbeiten für ein Stückchen Brot,
du kennst doch keine Not.
SOS die Kinder erfrieren in der Nacht!
SOS die Kinder finden zu früh den Tod!
SOS! Sahst du das Kind, das noch nie gelacht?
Du sitzt im warmen Haus,
kaufst kein Fleisch von Rindern,
machst Aufstand weg´ner Maus,
doch denkst zu selten an die Not von Kindern
in der dritten Welt!

Liebe?

Augen so blau,
Lippen so rot.
Ich liebe dich,
bis in den Tod.
Ich weiß nicht,
warum das so ist.
Ich weiß nur,
daß wenn du sprichst,
die Welt
um mich versinkt
und in meinem Kopf,
die Nachtigall singt.
Es gibt dann,
nur noch dich und mich.
Was um uns geschieht,
interessiert mich nich‘.
Für mich, ist dann nur noch wichtig,
daß du bei mir bist
und ich hoffe,
daß du mich nie vergißt.
Mit dir an meiner Seit´,
will ich durchs Leben gehen
und werde auch immer,
zu dir stehen.
Du bist die Sonne,
in meinem Leben,
dir, möchte ich,
all meine Liebe geben.
Ich möchte,
in deinen Armen sterben
und deswegen,
möchte ich jetzt um dich werben.

Mein bester Freund

Ich sah ihn leiden,
doch wollt es nicht glauben.
Er fing an das Reden zu meiden,
aß weder Äpfel noch Trauben.
 
Er bat um Hilfe mich,
doch ich konnte nichts tun.
Ich nahm seine Hand: „Ich bin immer da für dich!“
Immer wieder fragte ich die Ärzte: „Was nun?“
Doch die Antwort blieb aus,
ich fühlt´ mich so allein im Krankenhaus.
Wir sind doch Freunde
und werden gesund.
Doch was nicht aufkam war Feude
Und stetig gab es schlechte Kund´.                              

Als ich zum Heiligen Abend kam,
sah mich keiner richtig an.
Von Angst gepackt lief ich in sein Zimmer,
doch es ward leer,
groß war mein Kummer.
Für ihn gab es keine Rückkehr mehr.
 
Wahr haben wollte ich´s nicht,
denn ich sah noch immer sein Gesicht.
 
Mein Ärztin kam, um nach mir zu seh´n,
doch ich konnt´ das alles nicht wirklich versteh´n.
 
Am Abend zündete ich eine Kerze an
Und dachte daran:
Wie wir lachten
Und uns neue Spiele ausdachten.
Das kann doch nicht schon vorbei sein,
wir sind doch noch so jung und klein.