Ein Lied an die Menschheit

Ein Lied, es klingt in meinem Ohr, genau dort,
Und erinnert mich an einen besond´ren Ort.
Es weht ein Wind,
der Kühle bringt
und dennoch mein Herz erwärmt
und meine Sinne neu umschwärmt.
Ein schönes Tier, es streicht um meine Beine,
es läuft bei mir, brauch dazu keine Leine.
Während wir gehen so durch diesen Ort,
erscheint vor mir, stattlich, des Ortes Lord.
Ein großer Panther, schwarz von Kopf bis Schwanz,
beschaut uns all, nicht halb, nicht ganz.
Er erzählt mir, er kann nur hier leben,
seinen Freunden Schutz nur hier geben.
Wir werden gejagt und auch vertrieben
Aus der Umgebung die wir lieben.
Die Erde hat sich gedreht weiter,
kaum ein Tier ist dort noch heiter.
Er drehte sich, sah auf das Wasser,
das Bild der Erd´ erschien und seine Augen wurden nasser.
Dann sprach er zu den Menschen die er sah:
“Ihr Menschen, fern und nah,
gebt auch acht auf unsre Welt,
denkt nicht immer nur an Geld!
Auch ihr müsst auf ihr leben,
dürft nicht nur nehmen, müsst auch geben.
Das Leben dort wird für uns schwerer,
die Wälder werden leerer.
Sind erst die Tiere fort,
welche Pflanze bleibt noch dort?
Sind die Pflanzen aufgebraucht
Und die Tiere abgetaucht,
sprecht, wie wollt ihr dann besteh´n,
wenn einst wir uns im Jenseits sehn?
Es kann dann nicht mehr lange dauern,
doch wir werden auf euch lauern.
Werden euch dann auch nicht wollen
Und eure Menschentränen werden rollen.
Im Jenseits herrscht ihr nicht mehr vor,
jeder Schuss von euch wird zum Eigentor.
Wir waren vor euch dort,
müssen aber – dank euch – früher fort.
Ich hoffe, meine Worte sind angekommen
Und haben ein wenig unsres Elends mitgenommen.
Behandelt uns wie Lebewesen, so wie ihr es seid,
( doch Vorsicht, es bleibt kaum noch Zeit!)
so werden wir euch danken
und nicht wegen Kleinigkeiten zanken.
Wir sind klüger als ihr meint,
gefährlicher als es scheint
und wichtiger als ihr wollt,
sogar wichtiger als euer Gold.”
Während er so mit dem Wasser sprach,
die andren Tiere lagen brach,
dachte ich an mein zu Haus´
und wollte dort schon fast für immer raus.
Ich kehre dennoch wieder heim,
gehe keinen Sprüchen mehr auf den Leim,
werde ab jetzt selbst was tun!
Auch ich möchte bitten nun,
macht mit und schützet unsre Welt,
denn wie gesagt, sie braucht kein Geld.
Was sie braucht ist Gleichgewicht,
so wie mit Dunkel und mit Licht.